OpenAI hat die Bildgenerierung via GPT-4o jetzt für alle Nutzenden freigeschaltet – selbst für jene im kostenlosen „Free“-Tarif von ChatGPT. Damit bringt das Unternehmen eine bislang Premium-Funktion in die breite Masse. Die Technik basiert auf dem Modell DALL·E 3, das vollständig in GPT-4o integriert ist. Nutzende können Bildideen in natürlicher Sprache beschreiben – ChatGPT generiert daraus fotorealistische Ergebnisse. Eine Bearbeiten-Funktion ermöglicht darüber hinaus gezielte Änderungen einzelner Bildbereiche. Lediglich bei der Anzahl der nutzbaren Prompts gibt es Einschränkungen im Free-Tarif.
Auf X (ehemals Twitter) kündigte OpenAI-CEO Sam Altman die Neuerung persönlich an:
Gleichzeitig treibt OpenAI seine wirtschaftliche Expansion voran. So hat OpenAI rund 40 Milliarden US-Dollar von Investoren gesichert. hat das Unternehmen sich eine Kapitalzusage über 40 Milliarden Dollar gesichert. Damit verbunden ist eine Gesamtbewertung von 300 Milliarden Dollar – eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Finanzierungsrunde.
Finanzierung von ChatGPT an Bedingungen geknüpft
Die Geldgeber – angeführt vom japanischen Technologiekonzern Softbank – stellen jedoch Bedingungen. OpenAI erhält zunächst 7,5 Milliarden Dollar von Softbank und weitere 2,5 Milliarden von einer Investorengruppe. Die Auszahlung der verbleibenden 30 Milliarden Dollar ist daran geknüpft, dass OpenAI bis Jahresende wie geplant in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt wird. Bisher kontrolliert eine Non-Profit-Organisation das Unternehmen – dieser Einfluss soll reduziert werden, um OpenAI als reguläres Startup für Investoren attraktiver zu machen.
Zu den weiteren beteiligten Investoren zählen laut Insidern Microsoft, Coatue, Altimeter und Thrive Capital. Teile der Investitionen sollen Medienberichten zufolge auch in das KI-Großprojekt „Stargate“ fließen – ein Hochleistungsrechenzentrum, das laut US-Regierung mit bis zu 500 Milliarden Dollar veranschlagt ist.
Fragen für die Kreativbranche
Die Einführung der Bildgenerierungsfunktion in GPT-4o wirft auch Fragen hinsichtlich des Urheberrechts auf. Professionelle Gestalter und Fotografen könnten sich mit einer Flut von KI-generierten Bildern konfrontiert sehen, deren Herkunft und Rechte unklar sind. Dies könnte nicht nur den Wert traditioneller kreativer Arbeiten mindern, sondern auch zu rechtlichen Unsicherheiten führen, insbesondere wenn KI-Bilder ohne klare Kennzeichnung oder Zustimmung der ursprünglichen Urheber verwendet werden.
Zudem besteht die Gefahr, dass durch die einfache Erstellung realistischer Bilder die Grenze zwischen Realität und Fiktion weiter verschwimmt, was die Authentizität visueller Inhalte in Frage stellt.